Dienstag, 23. Oktober 2007

St.Petersburg...wie alles begann

Kaum 15 Stunden sind vergangen seit wir wieder die Freiheit geniesen...und in Helsinki sind. Zwar noch ein bisschen müde nach unserer tollen Hetz (=Fahrt auf Hochdeutsch) und noch nicht so ganz angekommen, dafür gesund und munter und mit all unseren Habseligkeiten.
Aber jetzt ganz von vorne. Verena, Thorsten (GER), Benjamin (GER) und ich haben im September beschlossen nach St.Petersburg zu fahren. Verena und ich haben uns ja die Chance im September entgehen lassen für 350€ von Moskau aus für 2 Tage in das Venedig des Nordens zu fahren...und unsere 2 deutschen Burschen warn auch noch nie dort und es ja nur 400/500 km von Helsinki aus ist. Gesagt getan. Im September waren wir dann mit Gängen zu Russischen Botschaft bez. Visa und Auslandsreiseversicherung bedient. Schließlich haben wir die Sache dann einem "Reisebüro" übergeben und hatten dann das Visa problemlos innerhalb von 5 Tagen. (Nähere Ausführungen zur Visabeschaffung finden sich auf Thorstens Seite)
Wir zwei Mädels haben die restliche Organisation übernommen und fleißig Kontakte mit russischen Studenten aus Petersburg geknüpft, so waren wir dann auf unserer Fahrt nach Russland nicht ganz allein und hatten 2 Russen dabei, im inofficial bus to Petersburg for 25€! Also die Fahrt alleine würde ja schon mehrere Bücher füllen. Nur ganz kurz, unser Fahrer auf der Hinfahrt war spitze, wir haben ihn Michail genannt;) denn trotz 2 Unfällen haben wirs in 7 stunden nach Petersburg geschafft! Der 2. Unfall war ziemlich heftig, 2 Busse sind zusammengefahren, einer davon völlig ausgebrannt und als wir dort waren hats geheißen, dass 2 menschen gestorben sind. Wir sind Gott sei Dank später dort gewesen. Dann haben wir halt die alte Straße zwischen Helsinki und Petersburg nehmen müssen, die zum Großteil nicht asphaltiert war und Löcher hatte die schon einem kleinen Teich glichen....aber Michail hat alles gemanagt. Die Passkontrolle ging auch ruck zuck (nur zwei Kontrollen). Um 4h früh warn wir dann da und Michail brachte uns zu unseren russischen Freunden, die in einem Randbezirk wohnen. Dort haben wir dann noch 4 h geschlafen. Aber natürlich nicht gleich, jeder der ein bisschen Ahnung von russischer Kultur hat, weiß das Gastfreundschaft ganz groß geschrieben wird und so haben wir noch "leckere" Erdnussbutter- und Kavierbrote mit чай (=Tee) bekommen. Um 10h gabs dann Frühstück und alle waren frisch und munter. Wir hatten ja ein angenehmes Sofa zu Schlafen und Thorsten und Benjamin einen herrlichen Boden und eine gemeinsame Decke. Zum Frühstück gabs Rollgerste mit Würstchen, haben Verena und ich schon vom Mensaessen in Moskau gekannt und ist nicht gerade unser Favorit. Aber natürlich wollte niemand unhöflich sein und wir haben alle schön aufgegessen (bis auf Verena, so was aber auch). Und dann gings los....

Fotos

by Marie

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